Trafostation Radweg Obstalden – Modernisierung für mehr Versorgungssicherheit und ein aufgewertetes Landschaftsbild
Ausgangslage – Erneuerungsbedarf im Netz
Die bestehende Trafostation entlang des Radwegs in Obstalden hatte das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Zusätzlich entsprachen die vorhandenen Anlagen nicht mehr den aktuellen Vogelschutzvorschriften, was insbesondere bei Freileitungen und Masttrafostationen ein relevanter Faktor ist. Neben dem technischen Alterungsprozess führte auch der Wunsch nach einer nachhaltigeren und betriebssicheren Netzstruktur dazu, dass Handlungsbedarf bestand. Ziel war es, das bestehende Netz zu modernisieren, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und gleichzeitig das Landschaftsbild sichtbar zu verbessern.
Umsetzung – Erdverkabelung und neue Trafostation
Im Rahmen des Projekts wurde die bestehende Netzinfrastruktur umfassend erneuert:
- Neubau einer modernen Trafostation als Ersatz für die bestehende, veraltete Masttrafostation
- Verlegung der bisherigen Freileitungen in den Boden, um die Störanfälligkeit zu reduzieren
- Rückbau mehrerer Freileitungen, was zu einer Verschönerung des Landschaftsbilds beiträgt
Mit der Integration der Trafostation in ein Gebäude wurde zudem eine bessere Zugänglichkeit für Unterhalt und Betrieb geschaffen. Die neue Anlage erfüllt alle aktuellen technischen und ökologischen Anforderungen.
Technische Aufwertung und Betriebsvorteile
Ein zentrales Element der neuen Anlage ist der installierte Transformator mit einer Leistung von 250 kVA. Dieser sorgt für eine stabile Energieversorgung und bietet ausreichend Kapazitätsreserven für zukünftige Entwicklungen. Durch die Umstellung von Freileitungen auf Erdverkabelung ergeben sich wesentliche Vorteile:
- Erhöhte Versorgungssicherheit durch geringere Störanfälligkeit (z. B. bei Witterungseinflüssen)
- Reduzierter Unterhaltsaufwand
- Verbesserter Schutz für Mensch und Umwelt
- Nachhaltige Netzstruktur für kommende Anforderungen
Transport unter erschwerten Bedingungen
Eine besondere Herausforderung stellte der Transport der Trafokomponenten dar. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten – insbesondere einer Unterführung – war ein Spezialtransport erforderlich, der präzise geplant und koordiniert werden musste.
Zusammenarbeit mit starken Partnern
Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten Unternehmen umgesetzt:
- Robert Fuchs AG, Schindellegi
- Feldmann Pneukran + Transporte AG, Bilten
- Winteler AG, Mollis
Die koordinierte Zusammenarbeit aller Partner ermöglichte eine termingerechte und qualitativ hochwertige Umsetzung.
Mehrwert für Region und Umwelt
Mit der neuen Trafostation in Obstalden verfügt die TBGN über eine moderne, langlebige und betriebssichere Netzinfrastruktur. Gleichzeitig trägt der Rückbau der Freileitungen zur Aufwertung des Landschaftsbilds bei und verbessert den Schutz von Vögeln und anderen Tieren. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie technische Erneuerung, Versorgungssicherheit und ökologische Aspekte erfolgreich miteinander verbunden werden können.
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