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Revision KW Niederurnen: Was genau passiert eigentlich bei einer Revision in einem Wasserkraftwerk?

Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie viel Know-how, Präzision und Teamarbeit in einer Kraftwerksrevision steckt.

 

Warum eine Revision notwendig wurde

In den zurückliegenden Monaten zeigten sich bei der Maschinengruppe 1 im Kraftwerk Niederurnen vereinzelt Alterserscheinungen. Unter anderem funktionierten einzelne hydraulische Einrichtungen nicht mehr zuverlässig, was langfristig die Betriebssicherheit beeinträchtigt hätte. Das Team Energie der TBGN entschied daher, die Anlage umfassend zu revidieren und gleichzeitig ausgewählte Komponenten technisch zu modernisieren.

Vom Abschalten bis zum Ausbau: die ersten Schritte

Mitte August 2025 wurde die Druckleitung geleert und die Maschinengruppe für den geplanten Umbau vorbereitet. Dazu gehörten die Sicherung der Anlage, der Rückbau der elektrischen Anschlüsse sowie die Demontage der Rohrleitungen und mechanischen Bauteile. Nach Abschluss dieser Arbeiten konnten die relevanten Turbinenteile transportfähig gemacht und für die Weiterbearbeitung bereitgestellt werden.

Der Weg der Turbinenteile durch die Revision

Ende August erfolgte der Transport zur Andritz Hydro AG nach Kriens. Dort wurden sämtliche demontierten Teile zerlegt, gereinigt, sandgestrahlt und technisch geprüft. Die anschliessende Bestandsaufnahme gemeinsam mit dem Team Energie bildete die Grundlage für die erforderlichen Instandstellungsarbeiten. Nach Abschluss der Revision wurden die Einläufe vormontiert und durch die TBGN vor Ort abgenommen.

Im Rahmen des Projekts wurde das komplette Hydraulikaggregat ersetzt und beide Düsen überholt. Zudem wurde die Öllager-Kühlung, die Ölpumpe und der Wärmetauscher revidiert. Das Turbinenrad, das für eine gründliche Prüfung ebenfalls demontiert wurde, zeigte sich in sehr gutem Zustand.

Mehr Effizienz im täglichen Betrieb

Der Einbau des neuen Hydraulikaggregats führt zu weniger Ladezyklen, da das moderne Aggregat über einen integrierten Speicher verfügt. Dadurch sinkt der interne Strombedarf der Anlage leicht, und die Steuerung arbeitet effizienter.

Parallel dazu wurde das Leitsystem durch die Rittmeyer AG modernisiert. Die Bedienoberfläche ist nun übersichtlicher, und die Abläufe der Turbine lassen sich detailliert nachverfolgen. Störungen oder Verzögerungen im Synchronisationsprozess werden unmittelbar angezeigt, und zusätzliche Messdaten stehen erstmals digital zur Verfügung. Diese Datenbasis verbessert die Transparenz der Betriebszustände und unterstützt ein präziseres Frühwarnsystem.

Besonderheiten während der Arbeiten

Ein Teil der Anlage stammt aus einer Zeit, in der heute gängige Ersatzteile noch nicht verfügbar waren. Entsprechend war die Beschaffung einzelner Komponenten anspruchsvoller als bei neueren Anlagen. Dennoch konnten alle Arbeiten innerhalb des vorgesehenen Rahmens durchgeführt werden.

Stärker aufgestellt für die kommenden Betriebsjahre

Mit Abschluss der Revision steht im Kraftwerk Niederurnen wieder eine technisch aktualisierte und voll betriebsbereite Maschinengruppe zur Verfügung. Die modernisierten Komponenten und das optimierte Leitsystem erhöhen die Betriebssicherheit und gewährleisten, dass die Anlage auch künftig zuverlässig zur lokalen Stromproduktion beiträgt.

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