Verankert in der Region, ausgerichtet auf die Zukunft: Die TBGN im Dienst von Glarus Nord
Die TBGN hat 2025 wichtige Entwicklungen im Kerngeschäft vorangebracht – stets mit dem klaren Fokus, für die Kundinnen und Kunden in Glarus Nord vor Ort einen konkreten Mehrwert zu schaffen. Als lokal verankertes Energieversorgungsunternehmen ist die TBGN mit den Bedürfnissen der Bevölkerung und der regionalen Wirtschaft sehr vertraut und richtete ihre Aktivitäten gezielt darauf aus.
Finanziell schliessen die TBGN das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von CHF 1.9 Mio. ab (Vorjahr: CHF 2.0 Mio.). Wie in den Vorjahren wird eine Hälfte des Gewinnes an die Kundinnen und Kunden in Glarus Nord vergütet und die andere Hälfte in der Jahresrechnung der TBGN vorgetragen. Letzteres dient der Finanzierung des erhöhten Investitionsbedarfs in den kommenden Jahren.
Der Betriebsertrag liegt bei CHF 39.13 Mio. Der Einkauf für die Energie und Netznutzung beträgt CHF 15.20 Mio. Bei den Investitionen in die Sachanlagen von gesamthaft CHF 7.23 Mio. erbrachten die Mitarbeitenden einen Anteil von 6.5% mittels eigener Leistungen in der Höhe von CHF 0.47 Mio.
Mit dem neuen saisonalen Tarifsystem, das per 1. Januar 2026 in Kraft tritt, reagieren die TBGN auf veränderte Marktbedingungen mit zunehmender dezentraler Stromproduktion und höherem Eigenverbrauch. Das Tarifmodell wurde in einem offenen Kundendialog entwickelt und bietet überwiegend tiefere Energietarife, erweiterte Niedertarifzeiten im Sommer sowie günstigere Sommerpreise. Kundinnen und Kunden erhalten damit mehr Flexibilität und neue Anreize für einen netzdienlichen Energieverbrauch.
Die Wasserkraftproduktion blieb trotz herausfordernder hydrologischer Bedingungen stabil und bildet weiterhin einen wichtigen Pfeiler der regionalen Versorgungssicherheit. Gleichzeitig wurden im gesamten Versorgungsgebiet Leitungen verstärkt, Trafostationen erneuert, Freileitungen zurückgebaut und Grossanlässe wie das Eidgenössische Schwingfest zuverlässig versorgt. Das Stromnetz wurde gezielt weiterentwickelt, um auch bei zunehmender Dezentralisierung und volatileren Lastspitzen stabil betrieben werden zu können. Diese Investitionen erfolgen gezielt dort, wo sie für die Bevölkerung und Unternehmen vor Ort den grössten Nutzen bringen, sodass das Netz auch bei steigenden und volatileren Belastungen zuverlässig betrieben werden kann.
Ein weiterer Fokus lag auf der Digitalisierung und Verbesserung der Datenqualität. Die Messinfrastruktur, das Management von Energiedaten, Abrechnungssysteme und Prozesse zur Netzoptimierung greifen zunehmend ineinander. Für fundierte strategische Entscheide – etwa zu zukünftigen Tarifmodellen, Netzplanung, Ausgleichsenergie oder Eigenverbrauchslösungen.
Viele Themen der Energiebranche erfordern langfristige Kontinuität, gleichzeitig muss die TBGN flexibel bleiben gegenüber Regulierung, Kundenanforderungen und zunehmender Dezentralisierung. Als lokal verankertes Unternehmen bleibt die TBGN nahe bei ihren Kundinnen und Kunden und gestaltet die Energiezukunft aktiv mit ihnen gemeinsam. Mit den 2025 gesetzten Schritten – vom Tarifmodell über Netzprojekte bis zur organisatorischen Stärkung – ist eine gute Ausgangslage geschaffen, um 2026 die Arbeiten weiterzuführen und neue Chancen zu nutzen.
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Marco Mini
Geschäftsführer
Technische Betriebe Glarus Nord, Büntgasse 2, 8752 Näfels
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